Chinesische Mauer

Entstehung der chinesischen Mauer – die Zeit der Streitenden Reiche

Jeder, der schon einmal eine Reise zur chinesischen Mauer gewagt hat, bringt von dieser Fahrt eindrucksvolle Urlaubsimpressionen mit, die jeden seiner Bekannten dazu motivieren, das Bauwerk selbst einmal aus der Nähe zu betrachten. Obwohl es sich beinahe durch ganz China zieht, sind jedoch nicht alle Teile der Mauer sehenswert – die zerfallenen Teile schrecken nicht nur durch ihren wenig überzeugenden Zustand ab, sondern auch durch ihre Lage. Da sie kaum ein Tourist sehen will, muss man einige Planung investieren, wenn man sie trotzdem besuchen möchte, da sie verkehrstechnisch kaum erschlossen sind und fernab der touristischen Zentren liegen. Empfehlenswerter sind dagegen diejenigen Mauerabschnitte, die restauriert wurden und für Touristen explizit geöffnet sind. Diese sind über das gesamte Land verteilt und genießen den Vorteil, dass man in der Region auch andere Sehenswürdigkeiten zu sehen bekommt, die Abwechslung von der Mauer bieten. Eines sollte man auf einer solchen Reise jedoch nicht mitbringen: Höhenangst. Die Mauer selbst liegt sehr hoch, und auch die Seilbahnen können beängstigend wirken, obwohl sie den Aufstieg zum begehbaren Teil der Mauer nur erleichtern sollen. Einige Chinareiseveranstalter bieten spezielle Ausflüge zur chinesischen Mauer an.

Badaling, Simatai, Mutianyu und Kaxgar

Der Mauerabschnitt Badaling wurde 1957 als erster restaurierter Mauerabschnitt für Touristen eröffnet und kann betreten werden. Die Wachtürme sind dort ebenfalls noch sehr gut erhalten. Wie der Abschnitt Mutianyu liegt Badaling in der Nähe von Peking und ist von dort aus gut zu erreichen, da die Stadt sich dessen bewusst ist, dass viele Touristen die Mauer selbst erleben möchten. Etwas weiter entfernt von Peking liegt der eindrucksvolle Abschnitt Simatai, der Touristen mit seinen eindrucksvollen Wachtürmen anlockt. Dieser Mauerabschnitt liegt bereits im etwas gebirgigeren Teil Chinas und lockt deswegen viele Fotografen an, denen es vor allem um das architektonische Wunder der Mauer geht. Die Mauer bei Simatai schlängelt sich bereits an den Berghängen entlang und wirkt daher besonders eindrucksvoll. Wer die chinesische Mauer in einem anderen kulturellen Kreis als dem klassischen China erleben möchte, sollte in die Oasenstadt Kaxgar im Nordwesten Chinas fahren. Die Bevölkerung dort ist uigurisch und damit islamisch geprägt, und dennoch bietet die Mauer auch dort eindrucksvolle Impressionen. Dort kann man die Signaltürme bewundern, die sich von den Wachtürmen insofern unterscheiden, als dass sie zum Schutz der Händler der Seidenstraße erbaut wurden. Kaxgar ist allerdings ein Geheimtipp für Fotografen, zieht ansonsten allerdings wenige Touristen an – die Stadt hat einige kulturelle Eigenheiten zu bieten, die allerdings an die touristischen Möglichkeiten im Umkreis von Peking nicht heranreichen.